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Commerzbank spekulativer Kauf


20.11.2003
FOCUS-MONEY

Dem spekulativ ausgerichteten Anleger empfiehlt derzeit das Anlegermagazin "Focus Money" die Aktien der Commerzbank (ISIN DE0008032004 / WKN 803200) zum Kauf.

Der Befreiungsschlag der Commerzbank im Rahmen der Neun-Monatszahlen habe die Aktie nur kurzfristig auf Talfahrt geschickt. Das Geldinstitut habe stille Lasten in Höhe von 2,3 Milliarden Euro abgeschrieben und gleichzeitig rund 53 Millionen neue Aktien an institutionelle Investoren ausgegeben. Dadurch habe Konzernchef Klaus-Peter Müller das Eigenkapital um rund 750 Millionen Euro aufgestockt und so die Finanzstruktur verbessert.


Enttäuschend seien jedoch - trotz eines im Branchensektor traditionell schwachen dritten Quartals - das operative Ergebnis und das Handelsergebnis ausgefallen. Ohne die Bereinigung hätte der Gewinn bei 20 Millionen Euro gelegen. Analysten hätten mehr Profit erwartet. Vor diesem Hintergrund sei die Aktie mit einem 2004er-Kurs-Gewinn-Verhältnis von 20 (Branchenschnitt: 13) relativ hoch bewertet. Allerdings würden Finanztitel besonders von der weltweit durch die Notenbanken bereitgestellten hohen Liquidität profitieren. Steigende Aktienkurse würden die Beteiligungen aufwerten und hätten direkten Einfluss auf das Geschäft.

Außerdem sei eine Übernahme vorstellbar. Die Großaktionäre Generali und Münchener Rück hätten zwar keine neuen Aktien gezeichnet. Das Filialnetz der gelben Bank sei aber für viele ausländische Konkurrenten interessant, die schnell Fuß im deutschen Markt würden fassen wollen. Gehandelte Kandidaten seien etwa die Royal Bank of Scotland, die Credit Suisse und die Citibank. Der zurzeit branchenübliche Aufschlag bei einer Übernahme liege zwischen 40 und 50 Prozent abzüglich stiller Lasten - und die würden bei der Commerzbank nicht mehr anfallen.

Vor diesem Hintergrund rät das Anlegermagazin "Focus Money" zu einem spekulativen Engagement in die Aktien der Commerzbank.




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